
Gerhard Gruber - Stummfilmpianist
Im Jahre 1988 wurde kurzfristig für einen Chaplin - Stummfilmabend ein Pianist gesucht. Dass daraus für Gerhard Gruber ein eigener Beruf entstehen würde, war damals nicht abzusehen. Seine Begeisterung für dieses Metier ist seither ungebrochen. "Das Gefühl, mitten im Geschehen dabei zu sein, war unbeschreiblich und ist es bis heute unverändert geblieben. Das ist auch ein Garant für die Lebendigkeit der Stummfilmabende. Es ist nie der Film allein, es ist immer die Dreiheit Film - Musik - Publikum, und deshalb ist jeder Abend auch ein eigenes Erlebnis."

Gerhard Grubers spezieller Zugang zur Stummfilmbegleitung ist die Improvisation, die er als direkten und immer neuen Dialog mit dem Geschehen auf der Leinwand ansieht. So ist keine Aufführung eines Filmes gleich, er liebt es, sich immer wieder neu von den Filmen verführen zu lassen und diese Verführung an das Publikum weiterzugeben.
Inzwischen spielte Gerhard Gruber zu etwa 430 Stummfilmen in unzähligen Aufführungen.
Bordeaux (2005), Tokio (2006,2007,2008), Rotorua/ Neuseeland (2008), Hobart/ Australien (2007,2008,2010), Diagonale, Viennale, Filmfestival Motovun/ Hr (2007), Filmfestival Pisek/ Cz (2008), Filmfestival Uherske Hradiste (2009), Padua (2008), Hamburg, Wien, u.v.m. gehören zu seinen Auftrittsorten.
Für Schulen in Zusammenarbeit mit dem ÖKS (Christa Binder) bereiste er ganz Österreich (mit den Filmen "Metropolis"/ Fritz Lang und "The Freshman"/ Harold Lloyd) und ist immer wieder gern gesehener Gast bei Programmkinos und Filmclubs. Seit mehreren Jahren arbeitet Gerhard Gruber mit dem Österreichischen Filmmuseum in der Reihe "Schule im Kino - From Silence To Sound" zusammen.
Der Improvisator Gerhard Gruber:
"Ich kann das Erleben nicht vordenken - sonst müsste ich nachher nachdenken, was ich vorher vorgedacht habe."
Die Schriftstellerin Ilse Aichinger:
"Wer Gerhard Grubers Klavierspiel hört, ist wieder imstande, seinen Atemzügen zu trauen."![]()
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